Neue Marktanalyse der GGL zeigt 77 Prozent des Online-Glücksspiels über regulierte Anbieter

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat kürzlich eine detaillierte Untersuchung zum Volumen des Online-Glücksspiels in Deutschland vorgestellt und dabei festgestellt dass 77 Prozent der Aktivitäten über lizenzierte Betreiber laufen während der Rest auf den unregulierten Bereich entfällt.
Aktuelle Zahlen und Hintergründe der Erhebung
Die Behörde stützt ihre Angaben auf eine eigens in Auftrag gegebene Studie die das gesamte Marktvolumen für das Jahr 2025 erfasst hat und zu dem Schluss kommt dass der Anteil der regulierten Anbieter bei genau 77 Prozent liegt während 22,97 Prozent dem Schwarzmarkt zugerechnet werden; diese Verteilung zeigt sich besonders deutlich bei Sportwetten und Online-Casino-Spielen die zusammen den Großteil des Umsatzes ausmachen.
Beobachter der Branche weisen darauf hin dass die Erhebungsmethode auf einer Kombination aus Transaktionsdaten und Nutzerbefragungen beruht was eine relativ genaue Einschätzung der Kanalisierung ermöglicht und zugleich aufzeigt wo noch Lücken bestehen.
Entwicklung seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags
Seit dem 1. Juli 2021 gilt der neue Staatsvertrag der bundesweit einheitliche Standards für Online-Glücksspiel festlegt und seitdem haben mehrere Dutzend Anbieter eine Lizenz der GGL erhalten; die Behörde berichtet dass die Anzahl der legalen Plattformen stetig steigt und damit auch die Möglichkeit wächst Spieler in den regulierten Bereich zu lenken.
Im Mai 2026 liegen nun erstmals umfassende Vergleichszahlen vor die belegen dass die Kanalisierungsquote gegenüber den Vorjahren leicht zugenommen hat während der Schwarzmarktanteil entsprechend gesunken ist was auf die Wirkung von Werbeverboten und technischen Sperrmaßnahmen zurückgeführt wird.
Technische Maßnahmen und ihre Auswirkungen
Die GGL setzt seit Längerem auf IP-Sperren und Zahlungsblockaden um den Zugang zu illegalen Angeboten zu erschweren und diese Instrumente zeigen nach Angaben der Behörde messbare Effekte auf das Nutzerverhalten; Nutzer die zuvor unregulierte Seiten besucht haben wechseln zunehmend zu lizenzierten Plattformen sobald sie auf Hindernisse stoßen.

Die Studie hebt außerdem hervor dass mobile Endgeräte den größten Anteil am gesamten Spielvolumen ausmachen und hier die Differenz zwischen regulierten und unregulierten Angeboten besonders spürbar ist; viele Nutzer greifen inzwischen bevorzugt auf Apps oder browserbasierte Lösungen von lizenzierten Betreibern zurück.
Vergleich mit anderen europäischen Märkten
Internationale Vergleiche zeigen dass Deutschland mit einer Kanalisierungsquote von 77 Prozent im mittleren Bereich liegt während Länder wie Schweden oder die Niederlande bereits höhere Werte erreichen konnten; die GGL betont jedoch dass die deutsche Marktsituation durch die föderale Struktur und die Vielzahl der Bundesländer komplexer ist.
Die Behörde plant weitere Anpassungen der Lizenzvergabe und der Überwachungsinstrumente um den Anteil des Schwarzmarkts in den kommenden Jahren weiter zu reduzieren und die Studie dient dabei als wichtige Grundlage für politische Entscheidungen auf Ebene der Länder.
Ausblick und nächste Schritte der Regulierung
In den kommenden Monaten wird die GGL die Ergebnisse der Analyse mit den Bundesländern diskutieren und gegebenenfalls neue Maßnahmen zur Verbesserung der Kanalisierung vorschlagen; dazu gehören erweiterte Informationskampagnen für Spieler sowie eine engere Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleistern.
Die aktuellen Zahlen belegen dass der regulierte Markt bereits einen Großteil des Volumens abdeckt doch die verbleibenden 22,97 Prozent zeigen zugleich dass weitere Anstrengungen notwendig sind um den gesamten Bereich unter Aufsicht zu bringen.
Fazit
Die von der GGL veröffentlichte Marktanalyse liefert erstmals belastbare Daten zur Kanalisierung des deutschen Online-Glücksspiels und unterstreicht die Fortschritte seit Einführung des Glücksspielstaatsvertrags während sie zugleich die verbleibenden Herausforderungen deutlich macht; die Zahlen dienen als Basis für künftige regulatorische Entscheidungen und werden in den kommenden Monaten intensiv ausgewertet.